Strabag: Umsatz gesunken, Prognose erhöht

Corona hat auch die Strabag SE getroffen. Leistung und Umsatz sind um rund 10% gesunken. Positiv hat sich aber die Auftragslage entwickelt, weshalb man den Ausblick auf das restliche Jahr erhöht.

Die Strabag SE erbrachte im ersten Halbjahr 2020 eine um 10 % geringere Leistung in Höhe von 6.720,08 Mio. Euro. Auch der Konzernumsatz fiel um 9 % und erreichte 2020 eine Höhe von 6.321,81 Mio. Euro. Ganz zum Unterschied zum Auftragsbestand – dieser lag Ende Juni mit 19.440,54 Mio. Euro um 6 % über jenem im vergangenen Jahr.

„Auf den ersten Blick waren die ersten sechs Monate 2020 stark von der Coronavirus-Pandemie geprägt. Bei den Zahlen kommt dies allerdings nur teilweise zum Ausdruck – ein Konzernergebnis um die Nulllinie ist im Halbjahr die Regel und unsere Leistung sank auch infolge anderer, erwarteter Faktoren ‚bloß‘ um 10 %“, betont Thomas Birtel, Vorstandsvorsitzender der Strabag.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich im ersten Halbjahr 2020 leicht um 2 % auf 300,11 Mio. Euro. Allerdings stiegen die Abschreibungen infolge höherer Investitionen im Vorjahr überproportional, sodass das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei 45,10 Mio. Euro nach 61,00 Mio. Euro im Vorjahresvergleichszeitraum und damit um 26 % tiefer zu liegen kam.

Gegenüber dem kommenden Jahr sei man positiv gestimmt. „Zwar ist der Ausnahmezustand noch nicht überstanden. Doch sind wir zu dem Schluss gekommen, dass unsere unter dem Eindruck des Pandemie-Beginns im April aktualisierte Leistungsguidance von 14,4 Mrd. Euro – nicht zuletzt aufgrund des Rekordauftragsbestands – zu konservativ sein dürfte. Stattdessen gehen wir nun von einer Leistung von rd. 15,0 Mrd. Euro aus“, so Birtel.

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