Rabmer: Technik hinter Abwasserenergie

Energiewende: Großes Potential wird der Energiegewinnung aus Abwasser attestiert, auf die sich das Bau- und Umwelttechnikunternehmen Rabmer spezialisiert hat.

Steigende Energiepreise und die Energieverknappung durch den Ukraine Krieg zeigen, dass dringend neue Energiequellen benötigt werden, die die Abhängigkeit reduzieren und die Versorgungssicherheit garantieren. „Das jeweilige System muss sich auch relativ kurzfristig umsetzen lassen, aber langfristigen, zuverlässigen Output versprechen. Darüber hinaus muss damit auch der CO2-Ausstoß reduziert werden“, erklärt Ulrike Rabmer-Koller, geschäftsführende Gesellschafterin der Rabmer Gruppe. „Die Liste der Anforderungen ist lang, aber es gibt Systeme, die all diese Kriterien erfüllen. Eines davon ist die Nutzung von Abwasser, eine erneuerbare Energiequelle zum nachhaltigen Heizen und Kühlen von Gebäuden, mit der rund 14 Prozent der benötigten Wärmeenergie sowie der zunehmende Bedarf an Kühlenergie regional und nachhaltig produziert werden können“, so Rabmer-Koller.

Gerade im städtischen Bereich gibt es laut Aussendung optimale Voraussetzungen für Energie aus Abwasser zum erneuerbaren Heizen und Kühlen von Gebäuden. In Wien etwa hat das Abwasser im Ganzjahresdurchschnitt eine Temperatur von 16 Grad Celsius und fällt selbst im Winter nicht unter elf Grad. Diese hohe Ausgangstemperatur, die über jener von üblichen Energiequellen von Wärmepumpe liegt, macht laut Rabmer die Abwasser-Nutzung so interessant, da die Wärmepumpe wesentlich effizienter arbeitet und daher selbst wenig zusätzliche Energie benötigt.

Neues Projekt in Wien

Eine der jüngsten Anlagen des Landes wurde 2021 in der neuen Wien Kanal Zentrale in Inzersdorf von Rabmer installiert. In Kürze wird Rabmer ein weiteres Projekt in Wien umsetzen, nämlich die Versorgung des neuen Immobilienkomplexes „VIO Plaza“ an der U4 Station Meidling Hauptstraße mit einer Leistung von 1,2 MW Wärme und 6 MW Kälte aus dem Kanal. Sämtliche Materialien, die für den Bau der Anlagen benötigt werden, bezieht Rabmer aus dem EU-Raum.

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