Preisauftrieb bei Rohrsystemen

Die Nachfrage nach Rohrsystemen für Sanitär und Heizung wurde in Österreich im Jahr 2020 durch Corona nicht gebremst. Vielmehr bescherten rasch steigende Preise nochmals ein beachtliches Umsatzplus.

Wie bereits im Jahr davor wuchs die Nachfrage nach Rohrsystemen für Sanitär- und Heizungsinstallationen (ohne Flächenheizungen) auch im Jahr 2020 moderat um etwa ein Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zwar schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr der Bedarf im Nicht-Wohnbau um knapp fünf Prozent, dafür wuchs der Wohnbau rascher als in den Jahren davor. Als Schwungrad erwies sich einmal mehr der Geschoßwohnbau. Allerdings beschleunigte der Preisauftrieb signifikant. Laut aktuellem Branchenradar „Rohrsysteme in Österreich“ erhöhte sich der Durchschnittspreis auf Ebene der Warengruppe um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Folglich stiegen die Herstellererlöse um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 222,2 Millionen Euro. Umsatzzuwächse gab es in allen Materialgruppen, insbesondere aber bei Metallrohen. Zudem stiegen bei Rohren für den Trinkwasser- und Heizungsbereich die Erlöse etwas steiler als in den Anwendungsfeldern Abwasser und Lüftung.

Im Ausblick ändert sich an der dynamischen Entwicklung nichts, zumal infolge steigender Rohstoffpreise auch weiterhin mit einem signifikanten Preisauftrieb zu rechnen ist. Bis 2022 erwartet die Marktanalyse daher ein jährliches Umsatzwachstum um sechs Prozent pro Jahr.

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