Hansgrohe – eine stabile Cashmaschine

Corona hat den Armaturenhersteller Hansgrohe SE ein bisschen Umsatz gekostet, das Ergebnis wurde aber um 9 Prozent auf 197 Millionen Euro deutlich gesteigert.

Gut gestartet, dann kurz eingeknickt und im zweiten Halbjahr deutlich zugelegt. So stellt sich grob betrachtet das Jahr 2020 für den Armaturenhersteller Hansgrohe dar. Am Ende blieb ein leichtes Umsatzminus von 1,4 Prozent auf 1.037,7 Millionen Euro übrig. Das vor allem weil sich Kernmärkte, wie Deutschland und Österreich und auch China nach dem Lockdown sehr gut entwickelt haben, wie der CEO Hans Jürgen Kalmbach in der heutigen Bilanzpressekonferenz erklärt hat. Im Heimmarkt Deutschland legte Hansgrohe um fast 12 Prozent auf 291 Millionen Euro zu. Harte Bandagen gab es hingegen in Frankreich, Spanien, Niederlande und Großbritannien, wo es teilweise ein Minus bis zu 20 Prozent wegzustecken galt.

Ergebnis deutlich gesteigert

All das hat der Ergebnisentwicklung nicht geschadet. Das Betriebsergebnis steig um gut 9 Prozent auf 197 Millionen Euro. Dazu beigetragen hat der Trend zu höherwertigen Armaturen im Privatbereich und auch die Kostenreduktion durch entfallende Messen und Reisen machen sich in den Büchern bemerkbar, so Kalmbach. Er hatte auch den Mitarbeitern eine gute Botschaft zu überbringen, sie haben für ihren Einsatz und ihre Flexibilität im Pandemiejahr eine Prämie erhalten, wofür Hansgrohe in Summe 3 Millionen Euro locker machte.

Ausblick positiv

Der Vorstand sieht sich mit seiner strategischen Ausrichtung gerüstet für die Zukunft. Für 2021 erwartet der CEO ein mittleres bis hohes einstelliges Umsatzwachstum. Um künftig das Portfolio auszuweiten könnten künftig neben organischem Wachstum Zukäufe anstehen, etwa im Segment Waschplatz, wie das Management ausführt. Zuletzt hat sich Hansgrohe die Mehrheit an der niederländischen ESS – Easy Sanitary Solutions gesichert. Das Unternehmen erzeugt und vertreibt mit gut hundert Mitarbeitern erzeugt Duschrinnen.

 

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