Handwerk überwindet Corona

Installateure, Fliesenleger, Glaser, Spengler und Dachdecker verzeichnen im ersten Halbjahr Zuwächse von rund 30 Prozent.

Das österreichische Gewerbe und Handwerk ist dabei, den Einbruch durch die Corona-Krise aufzuholen. Die Umsätze bzw. Auftragseingänge sind im ersten Halbjahr 2021 wertmäßig um 5,6 Prozent gestiegen, besser als das BIP insgesamt (+4,8 Prozent). „Die Erholung von der Corona-Pandemie hat im Gewerbe und Handwerk rascher eingesetzt als erwartet“, sagte Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Österreich, bei der Präsentation der vierteljährlichen Konjunkturumfrage. „Allerdings ist diese Erholung unvollständig: Auf das Vorkrisenniveau fehlten uns im ersten Halbjahr noch rund 700 Millionen Euro.“

Lage mehrheitlich gut bewertet

Zwischen den Branchen sind die Unterschiede aber beträchtlich. So konnten alle investitionsgüternahen Branchen im dritten Quartal 2021 gestiegene Auftragsbestände verzeichnen – im Durchschnitt um knapp ein Fünftel gegenüber dem Vergleichsquartal 2020. Besonders hoch waren diese Zuwächse bei Hafnern, Platten-/Fliesenlegern und Keramikern (+31 Prozent), bei Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnikern (+29 Prozent) sowie bei Dachdeckern, Glasern und Spenglern (+27 Prozent).

Lehre im Aufwind

Klar im Aufwind sieht Scheichelbauer-Schuster das Image der Lehre. „Die Lehrlingszahlen sind mehr als erfreulich: Wir haben im Gewerbe und Handwerk aktuell 47.294 Lehrlinge, um 0,8 Prozent mehr als vor einem Jahr“, so Scheichelbauer-Schuster: Bei den Lehranfängern beträgt das Plus sogar 4,4 Prozent, um 580 mehr als vor einem Jahr.

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