Elektrotechniker fordert Impulse

Die Bundesinnung der Elektrotechniker fordert rasches PV-Fördergeld. Die Berufsgruppe der Beleuchtung und Beschallung beklagt Totalausfall und ortet hohe Insolvenzgefahr.

Der konjunkturelle Einbruch in Folge der Covi19-Krise wird auch die österreichischen Elektrotechniker massiv betreffen. Dabei geht es um 13.000 Mitglieder sowie 3.800 Arbeitgeberbetriebe aus dem Segment der KMU, 45.000 Mitarbeiter und fast 5.000 Lehrlinge, so der Bundesinnungsmeister Andreas Wirth. Er ruft die Politik dazu auf, die Fördermaßnahmen für die Errichtung von privaten und gewerblichen Photovoltaikanlagen zu beschleunigen. Es gelte die Mittel aus dem Klima -und Energiefonds rasch freizumachen, so Wirth. Weiters wünscht er sich eine Erhöhung der förderbaren Leistungsgrenze von privaten PV-Anlagen auf 10 kWpeak. „Leider ist in den letzten Tagen und Wochen auch hier eine starke „Einbremsung“ bei Investitionen in PV und Modernisierungen feststellbar“, so der Innungsmeister.

Event-Techniker fürchten Insolvenzwelle

Richtig wuchtig trifft die Corona-Krise jene Elektrotechniker, die ihr Geld mit Veranstaltungstechnik verdienen. „Bereits jetzt stehen viele Mitgliedsbetriebe der Berufsgruppe unter massivem wirtschaftlichem Druck. Aus florierenden und ertragstarken Betrieben drohen damit unverschuldet Konkursfälle zu werden“, warnt Alexander Kränkle, Vorsitzender der Berufsgruppe der BBT Beleuchtungs- und Beschallungstechniker. Er wünscht sich eine Ausdehnung der Maßnahmen des Härtefallfonds, da die Branche auch über den Sommer hinaus einen Totalausfall zu erwarten hat. Auch Verlängerung der Kurzarbeitszeit und Reduktion auf 0-Arbeitszeit, wenn auch 0 Umsatz erwirtschaftet werden kann, steht auf seiner Wunschliste. Weiters schwebt ihm eine Stundung von Leasingraten und Rückzahlungen vor, bis wieder Veranstaltungen möglich sind. Auch steuerlich hat der Branchenvertreter Überlegungen angestellt. Er regt einen Rücktrag der entstandenen Verluste aus der Covid19–Krise auf die letzten 3 Wirtschaftsjahre sowie eine 100%ige Verlustverwertung der entstandenen Verluste im Covid19-Zeitraum.

Außerdem gilt: Gemeinsam schaffen wir das!

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