Vivawest senkt mit Phoenix Contact Verbrauch

Die digitale Steuerung von rund 700 Heizkessel mit Phoenix Contact-Tool bringt rund 12 Prozent Einsparungen in 15.000 Wohnungen der Vivawest in Deutschland.

Nach einem erfolgreichen Start des digitalen Gebäudemanagements mit 400 Heizungsanlagen hat das deutsche Wohnungsunternehmen Vivawest gemeinsam mit Phoenix Contact das Pilotprojekt ausgeweitet: 300 weitere Heizungsanlagen wurden nun mit einer zentralen Steuerung ausgestattet. Dadurch werden die CO2-Emissionen von über 15.000 Wohnungen um rund 12 Prozent reduziert so eine Aussendung. „Das Ziel bis 2045 einen klimaneutralen Gebäudestand zu erreichen, ist eine Herkules-Aufgabe für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Wir müssen unsere Gebäude aufwändig energetisch modernisieren und gleichzeitig dafür sorgen, dass Wohnen weiterhin bezahlbar bleibt. Damit die Akzeptanz für diese Maßnahmen bei den Mietern steigt, leisten Innovationen wie das digitale Gebäudemanagement einen wichtigen Beitrag, von dem auch die Mieter profitieren“, sagt Uwe Eichner, Vorsitzender der Vivawest-Geschäftsführung.

Anpassungen in Echtzeit möglich

Das Herzstück des Systems ist ein Gebäudecontroller, der an Heizanlagen, Gaszähler sowie Wärmemengenzähler angeschlossen ist. Zudem werden auch die Heizkostenverteiler aufgeschaltet. Alle relevanten Daten werden gesammelt und via Internet an eine zentrale IoT-Managementplattform weitergeleitet, wo sie verarbeitet und zur Betriebsüberwachung und Steuerung der Heizanlage sowie zur Fernablesung der Zähler genutzt werden können. Die Anpassung von Einstellungen erfolgt in Echtzeit. So kann im Falle von Temperaturanpassungen schnell reagiert werden.

„Die hier eingesetzte Managementplattform Emalytics bietet mehr als die Anbindung, Automation und Optimierung bestehender konventioneller Heizzentralen. Das IoT-basierte Managementsystem bindet ebenso herstellerunabhängig regenerative Energieerzeuger wie PV und Wärmepumpen oder E-Mobility-Ladeinfrastrukturen in ein ganzheitliches Betriebssystem ein erklärt, Bernhard Tillmanns, Director Global Industry Management Building Technology, Phoenix Contact Deutschland GmbH.

Herstellerunabhängiges System

Die von Vivawest und Phoenix Contact entwickelte Lösung ist unabhängig von Hersteller, Typ und Alter der Bestandsheizungen anwendbar. Das heißt, Altanlagen können um moderne Regelungsmethoden ergänzt werden – zum Beispiel Wetterprognosen – und somit direkt nach Installation der Technik Energieeinsparungen realisieren. Beim ersten Feldtest mit 400 Heizungsanlagen wurden durch die zentrale Steuerung der Heizungsanlagen eine Energie-Einsparung von rund 12 Prozent erzielt. „Wir gehen davon aus, dass wir in der erweiterten Projektphase die CO2-Reduktion noch steigern können. Wenn sich dies ebenso wie die Wirtschaftlichkeit des Projekts insgesamt bestätigt, prüfen wir, wie wir das digitale Gebäudemanagement in den kommenden Jahren auf den gesamten Bestand ausrollen können“, so Uwe Eichner abschließend.

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