Ruck für Betondruck

Baumit präsentiert mit dem BauMinator eine Weltneuheit: Automatisiertes Eindrucken einer Seilbewehrung für maximale Stabilität.

Baumit BauMinator ist es als ersten 3D-Betondruckanbieter gelungen, ein patentiertes Zusatzmodul zu entwickeln mit dem während des Drucks ohne Einschränkung von Geometrie und Druckgeschwindigkeit spezielle Verstärkungsseile in das Material mit eingedruckt werden. Dadurch wird die Dauerhaftigkeit von Bauteilen auf der Baustelle massiv verbessert und Risse durch konstruktive Belastungen verhindert. Eingesetzt wird dieses Verfahren bereits bei der Herstellung von Paneelen im Außenbereich in Tschechien sowie bei dem Wandelementen Projekt Z in Kooperation mit dem Architekturbüro Strohecker Architects. Erstmals öffentlich präsentiert wurde die BauMinator® 3D-Betondruck-Seilbewehrung im Rahmen der „Lebensraum 2022“ Immobilienmesse in Graz.

Revolution für den Fertigteilbereich

Die „Seilbewehrung in 3D-Betondruck“ kommt gemeinsam mit Strohecker Architects zum ersten Mal in Österreich zum Einsatz. „Bisher waren der Fantasie von uns Architekten oft Grenzen gesetzt. Diese wurden durch die neue Technik nun gebrochen. Ein neues Wohnprojekt in Graz, das vor allem durch organische Formgebung besticht, kann durch den Einsatz des BauMinators problemlos gebaut werden. Eine Revolution für den Fertigteilbereich“, erklärt Architekt Guido R. Strohecker.

Wie geht es?

Wie funktioniert die neue 3D-Druck-Bautechnologie nun genau? „Man platziert Material dort, wo man es braucht und lässt es weg, wo man es nicht braucht. Dabei sind Formen und Designs machbar, die bis dato unmöglich oder schlichtweg zu teuer waren. Komplizierte Schalungen gehören der Vergangenheit an, Freiformen aller Art sind möglich und Bauteile können erstmals schnell und stark gewichtsreduziert hergestellt werden”, erklärt Eduard Artner, Leiter des Geschäftsfelds 3D-Betondruck bei Baumit. Die Nachhaltigkeit der gedruckten Bauteile ist eine weitere, sehr wichtige Stoßrichtung. Aktuelle Projekte zeigen bereits, dass 30 % bis 50 % Gewichtseinsparung realisiert werden und die damit verbundene CO2 Einsparung ebenfalls bei der Hälfte liegt. Dabei sind Zusatznutzen im Bauablauf wie geringeres Gewicht bei Verheben, Transport, Reduzierung von Arbeitsschritten etc. noch gar nicht eingerechnet. Die einzelnen Elemente sind zudem recyclebar.

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