„Mustersanierung“ fördert CO2-Reduktion

Um zu zeigen, wie eine Reduktion von CO2-Emissionen erreicht werden kann, fördert der Klima- und Energiefonds erneut Best-Practice-Sanierungen mit 1,5 Mio. Euro, dotiert aus den Mitteln des BMK.

Ziel des Programms „Mustersanierung“ ist die umfassende Sanierung von betrieblich genutzten und öffentlichen Gebäuden, deren Energiebedarf danach zu mindestens 90 Prozent aus erneuerbarer Energie gedeckt werden muss. Klima- und Energiefonds-Geschäftsführer Ingmar Höbarth: „Heuer geht bereits das 100. Gebäude in die Mustersanierung – das sind nun 100 Leuchttürme für Energieeffizienz, die zeigen was technisch möglich und ökologisch sinnvoll ist. Von den Sanierungen profitiert aber nicht nur die Umwelt – die starke Reduktion des Energiebedarfs rechnet sich langfristig auch wirtschaftlich!“

„Mustersanierung“ in der Praxis.

Im Jahr 1986 gründete Wernfried Tischler die Bauland Immobilienhandels & Verwaltungs GmbH. Mit seinen massiven Außenwänden aus 30 Zentimeter starkem Stahlbeton und einer Dämmung von lediglich dreieinhalb Zentimetern Holzwolle war das Haus nicht mehr auf dem Stand der Technik. In einem ersten Schritt wurden deshalb die alten Fenster durch neue mit 3-Scheiben-Isolierverglasung getauscht. Anschließend erfolgte die Komplettsanierung: Austausch der Ölheizung durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und Anbringung einer PV-Anlage mit rund 36 MWh, von denen nur rund ein Drittel für den Gebäudebetrieb benötigt wird. Der Überschuss wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Außerdem erfolgt jetzt die Warmwasserbereitung über die Abwärme aus der Betriebsküche und reflektierende Folien am Dach erhöhen die Energieausbeute der Photovoltaikanlage.

Förderprogramm „Mustersanierung“

Das Programm „Mustersanierung“ des Klima- und Energiefonds bereitet das Feld auf für eine möglichst rasche Verbreitung hoher Sanierungsstandards mit Hilfe von Vorzeigeprojekten aus der Praxis. Langfristiges Ziel des Förderprogrammes ist es, die CO2-Emissionen im Gebäudesektor zu minimieren. Im Rahmen des Programmes werden umfassende Sanierungsprojekte von betrieblich genutzten und öffentlichen Gebäuden gefördert. Die Sanierungen zeigen, wie durch einen klugen Mix aus innovativer Wärmedämmung, aus Energieeffizienzmaßnahmen und der Integration erneuerbarer Energien das Haus sogar zu einem Kraftwerk werden kann, das mehr Energie erzeugt als es verbraucht. Interessierten bzw. potenziellen FörderwerberInnen bietet der Klima- und Energiefonds kostenlose inhaltliche Beratung bei der Einreichung. Die Einreichfrist endet am 25.02.2022.

Details zum Förderprogramm finden Sie hier:

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