Kappa möchte Viren wegfiltern

Ein neues Kappa-Filterelement Lüftungsgeräte hält Viren zu 97,2 Prozent zurück, so die Tests des Österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI).

Das auf industrielle Luftreinhaltung spezialisierte Unternehmen Kappa Filter Systems hat mit dem Wavebionix einen Filtereinsatz entwickelt, der bei der Abscheidung von Viren an Aerosolen sensationelle Ergebnisse liefert. Der neu entwickelte Filter hält mehr als 97 Prozent der Virenlast zurück. Das ergab soeben eine Überprüfung durch ein unabhängiges Institut. Das Filterelement kann in nahezu allen gängigen Lüftungsanlagen ohne Umbauten eingesetzt werden.

Das Unternehmen Kappa hat sich bislang vor allem mit innovativen Absaug- und Filteranlagen, sowie mit kompletten Innenluft-Reinigungsanlagen für Industriebetriebe einen Namen gemacht. Mit dem Wavebionix Filterelement für Lüftungsgeräte zählt das Unternehmen neben der Industrie in Zukunft auch Gewerbe, Dienstleister und öffentliche Gebäude zu seinen Kunden. „Was den wenigsten bewusst ist: eine Lüftungsanlage kann Segen oder Fluch sein. Einerseits sorgen sie für den so wichtigen Luftaustausch in Innenräumen, andererseits sind die eingebauten Lüftungsfilter nicht in der Lage einen Schutz gegenüber der Virusverbreitung zu bieten. Lüftungsanlagen werden häufig, vor allem in der Heizperiode, mit einem Umluftanteil betrieben. Zudem sind Lüftungsanlagen in vielen Fällen nicht ausreichend dicht gegenüber Aerosolen gebaut.“ sagt Christina Schickmair, Produktmanagerin von Kappa. „Die Lüftung kann ein echter Superspreader werden, der das Virus von einem Raum in den nächsten transportiert. Mit dem Wavebionix wird auch das unterbunden und das Lüftungssystem zu einem effektiven Sicherheitssystem hochgerüstet.“

Viren an Aerosolen sind großes Thema

Die Virenabscheideeffizienz des Kappa Filterelements wurde im Dezember 2020 vom Österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI) überprüft. Das ist einzigartig, denn Filtereinsätze werden bislang nur auf die Abscheidung von Staub getestet. Eine Prüfung der Virenabscheideeffizienz ist nicht Standard. Das gilt übrigens auch für FFP2 Masken aber auch für Hepafilter, wie sie im Gesundheitswesen eingesetzt werden. Das Prüfinstitut OFI ist eine der wenigen Einrichtungen in Österreich, die tatsächlich echte Viren für Prüfungen verwenden darf. Dabei wird die Abscheidung von Viren, die an Aerosolen haften, gemessen. Die Übertragung des Covid-19 Virus über Aerosole ist – wie Wissenschaftler im Sommer 2020 herausgefunden haben – die häufigste Form der Ansteckung. Im Gegensatz zur Tröpfcheninfektion halten sich Viren an Aerosolen sehr lang in der Atemluft – vor allem in geschlossenen Räumen.

Ergebnis übertrifft Erwartungen

Die im Institut OFI gemessene Abscheideleistung ist nicht nur laut Kappa eine Wucht. „Nach Durchführung der Messung konnten wir bei allen drei Durchgängen eine Abscheideleistung und ein Rückhaltevermögen von etwas mehr als 97 % feststellen. Das ist ein sensationelles Ergebnis“, sagt Bernadette Führer, Mikrobiologie & Zellkultur am OFI. Auch Kappa ist von dem Ergebnis überrascht. Klaus Krüger, Geschäftsführer von Kappa: „Wir sind aufgrund unserer Erfahrungen von einer hohe Abscheideleistung ausgegangen, die erzielten 97,2 übertreffen jedoch unsere Erwartungen.“

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