Dicke Luft: Ziemlich weit verbreitet

Ein Viertel der Österreicher ortet Schimmel in der Wohnung. Besonders betroffen sind Altbauten. Covid-19 hat geringen Einfluss auf persönliches Lüftungsverhalten.

Ein Viertel der Österreicher wohnt aufgrund von Schimmel zu Hause ungesund. So das Ergebnis der aktuellen „Umidus-Studie – Dicke Luft zu Hause“. „Damit zählt Schimmel zu den vier häufigsten Problemen bei Atemluft in den eigenen vier Wänden“, erklärt Thomas Bernd, Sales Manager der Kühnel Electronic GmbH. Das österreichische Unternehmen entwickelte, produziert und vertreibt den Umidus Bon Air Guardian – ein Hi-Tech-Messgerät, das rund um die Uhr die Raumluftwerte Luftfeuchtigkeit, Temperatur, CO2- und VOC-Gehalt misst. Und das wohl im richtigen Moment, denn Covid-19 hat das Bewusstsein für die Luftqualität verändert. Wer viel daheim ist, nimmt seine Umgebung anders und intensiver wahr. Klarer Luftstörfaktor der tausend Online-befragten Österreicher ist danach der Küchendunst (42,8 %), gefolgt von abgestandener und trockener Luft mit je gut 38 Prozent. Muffigen Geruch orten 20 Prozent der Befragten und ein Hausstaubmilbenbelastung orten nur 9 Prozent.

Wo der Schimmel wohnt

Interessant ist, dass das Problem Schimmel am häufigsten von Bewohnern in Altbauten, die vor dem Jahr 1945 errichtet wurden, festgestellt (60,7 %) wurde. In zwischen 1945 bis 1979 errichteten Gebäuden wurde Schimmel zu 52,9 % von den Befragten verortet, bei Gebäuden, die zwischen 1980 und 1999 fertiggestellt wurden, zu 53,5 %. Bewohner, die in neueren Gebäuden ab dem Jahr 2000 wohnen, sind 31 % mit Schimmel konfrontiert. Rund die Hälfte (48,2 %) der von Schimmel Betroffenen, hat Schimmel in Bad, WC oder in der Waschküche wahrgenommen, knapp gefolgt von Wohnräumen wie Schlafzimmer, Kinderzimmer und Büro (47,3 %). „Schimmel kommt häufig bei einer Änderung der Nutzer, z.B. bei Mieterwechsel, da diese ein anderes Verhalten an den Tag legen bzw. bei einer Änderung der Bausubstanz (z.B. Fenstertausch) vor“, weiß Bernhard Lipp, Geschäftsführer, Österreichisches Institut für Bauen und Ökologie GmbH. „Da ändert sich plötzlich der Feuchthaushalt und das gewohnte Verhalten führt meist zu Schimmel an den Schwachstellen.“

Beobachtung zeigt Schwachstellen

Schimmelpilzsporen und andere mikrobielle Stoffe gelangen über die Raumluft in die Atemwege und können zu Allergien oder asthmatischen Erkrankungen führen. „Für die betroffenen Bewohner gibt es keinen Grund, diese Risiken zu erdulden, wichtig ist es daher, dass die Raumluft beobachtet wird“, so der Umidus-Sales-Manager. Sein Gerät zeigt Bewohnern wie es um die Raumluft steht. Konzipiert ist es sowohl für Neubau als auch Sanierung. „Das universale Raumluftmessgerät prüft die Luftqualität in allen Bereichen und informiert in Echtzeit. Per Handy, Tablet oder PC erhalten Anwender weltweit alle wesentlichen Daten. Der Bon Air Guardian kann sich indes um alles Nötige kümmern: Also zum Beispiel einen Ventilator im Bad einschalten oder den Luftentfeuchter im Keller in Betrieb setzen.“ Nach der Installation aktiviert oder deaktiviert das Gerät auf Wunsch und bei Bedarf auch Heizung, Lüftung und Entfeuchtung.

Ganz billig ist der Lüftungsbutler allerdings auch nicht: Im Webshop fallen für das Gerät 549 Euro an, die Cloudverlängerung kostet pro Jahr 72 Euro.
Übrigens: 25,8 % der Befragten geben an, aufgrund von Covid-19 häufiger zu lüften.

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