Beton für nachhaltige Klimazukunft

Der Baustoff soll, unter anderem mittels dem Einsatz von thermischer Bauteilaktivierung, für klima- und umweltgerechte Lösungen sorgen. 

Ob städtische Lebensräume, langlebige Verkehrsadern oder energieeffiziente Gebäude: Bei nahezu allen Anwendungen setzen Planer, Architekten und die Bauindustrie auf den Baustoff Beton. Auch der Bau der neuen U-Bahn-Linie in Wien oder weiterer Windkraftanlagen für die Energiewende sind ohne Beton nicht möglich. Regional hergestellt, wertbeständig, sicher, speicherfähig und zu 100 Prozent widerverwertbar – diese und zahlreiche weitere Eigenschaften des natürlichen Baustoffes spielen eine Schlüsselrolle für den Klima- und Umweltschutz. Die Betonbranche arbeitet mit namhaften wissenschaftlichen Institutionen wie der TU Wien und der TU Graz intensiv an Forschungsprojekten, um die Potenziale des Baustoffs noch intensiver zu nutzen.

„Allzu oft wird Beton als Synonym für generelle Bautätigkeit verwendet oder auf den CO2-Fußabdruck bei der Zementerzeugung reduziert. Dabei geht häufig die Tatsache unter, dass viele für unsere Gesellschaft unerlässliche Bauten wie der gesamte Hochbau sowie Brücken, Tunnels, Bahnstrecken, Kraftwerke oder Windkraftanlagen ohne Beton nicht realisierbar wären“, erläutert Gernot Brandweiner, Geschäftsführer des Verbandes der österreichischen Beton- und Fertigteilwerke (VÖB).

Speicherfähigkeit von Beton im Wohnbau nutzen

Die thermische Bauteilaktivierung – mit der massive Betonbauteile zu Energiespeichern werden – hat sich mittlerweile für klimagerechtes Wohnen etabliert. Dabei werden Rohre in Bauteilen wie Wänden und Decken verlegt, durch die ein Heiz- und Kühlmedium, meist Wasser, strömt. Während im Winter erwärmtes Wasser durch die Rohre fließt, sorgt im Sommer das gekühlte Wasser für angenehme Temperaturen. Neben Büro-, Schul- und Gewerbebauten kommt diese gebäudetechnische Innovation mittlerweile auch im mehrgeschossigen Wohnbau zum Einsatz.

Cooling-Effekt für Städte

Ein wichtiger Einsatzbereich für Beton ist vor allem die Bewältigung von städtischen Hitzeinseln. „Hier arbeiten wir intensiv mit Forschungseinrichtungen zusammen, um den Baustoff noch zielgerichteter dort einzusetzen, wo er dem Klima und der Umwelt nutzt – zur Kühlung von Gebäuden und Stadtvierteln, als Grundfläche für Fassadenbegrünungen, Betonbeläge mit hellen Oberflächen oder Betonrinnen für wassergeführte Kühlzonen“, so Brandweiner.

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