Vernetzen und Forschen

Smart Construction Austria (SCA), ein Zusammenschluss von sechs mittelständischen Bauunternehmen, rüstet sich mit Vernetzung und Verknüpfung, Mitarbeiter-Austausch und Beteiligungen sowie Forschung und Entwicklung gegen die Bau-Konzerne. Eine Zwischenbilanz.

Vor zweieinhalb Jahren haben sich sechs mittelständige Baufirmen aus sechs Bundesländern in einer GesmbH zur Smart Construction Austria (SCA) zusammengeschlossen. Zweck der Übung: Im neuen Verbund wollte man jene Instrumentarien schaffen, über welche die großen Bau-Konzerne längst verfügen.

Mit an Bord sind Tomaselli Gabriel Bau GmbH (Vorarlberg), Riederbau (Tirol), Wilhelm Sedlak (Wien), Hillebrand (Salzburg), Handler (NÖ) und Wimberger (OÖ). Sie alle halten jeweils 16,67 Prozent an der Smart Construction Austria, als deren Geschäftsführerin seit Juni 2020 Baumeisterin Renate Scheidenberger (Baukultur – Management am Bau) fungiert.

Vernetzung, Verknüpfung & Forschung

„SCA hat drei Kernaufgaben“, erklärte die Geschäftsführerin nach der jüngsten Gesellschafter-Versammlung Ende September gegenüber Building Times: „Die Vernetzung und Verknüpfung der Mitarbeiter, das heißt Mitarbeiter-Austausch, Forschen und Entwickeln entweder selbst oder über Beteiligungen, und schließlich die Beteiligung an Start-ups“. Das ist jüngst erst geschehen, mit 20 Prozent an der Digital findet Stadt GmbH und der Schweizer ConReal, einer Handwerker-Plattform, wie sie Scheidenberger nennt, die nach eigener Aussage „alle Anspruchsgruppen der Schweizer Bau- und Immobilienbranche in einem offenen Ökosystem nachhaltig vernetzt und begleitet“.

Workshops habe es unter anderem zu BIM und Lean gegeben, „wo die Teilnehmer von sehr unterschiedlichen Ebenen gestartet sind und sich allmählich angleichen“, wie die Geschäftsführerin beobachtet. Dauer-Austauschthemen – per Video oder persönlich – seien unter anderem die Arbeitsvorbereitung, der Einkauf, die Finanzierung von Übernahmen, die Personalentwicklung, IT, ökologische Immo- Projekte, die Material-Verfügbarkeit, der Fachkräfte-Mangel, usw.

Kurzfristig sei der Erfahrungsaustausch über einen gemeinsamen Fuhrpark ein Ziel, um die Ökologisierung von Immobilien-Projekten voranzutreiben, mittelfristig dann auch die Effizienzsteigerung der Logistik, „damit sich der Facharbeiter auf seine Arbeit konzentrieren kann und nicht auspacken und schleppen muss“.

Kurz- und mittelfristig herrsche der Wunsch nach Aufbau einer unternehmensübergreifenden Wissensplattform. Dafür würden gerade die Technologien geprüft. „Der Zweck all‘ dieser Aktivitäten ist es, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und Innovation zu generieren“, fasst SCA-Geschäftsführerin Renate Scheidenberger zusammen.

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