Teilautarke Großkaserne

Der Architekt Reinhold Wetschko plant die neue 120-Millionen-Kaserne in Villach. Der Bau soll 14 Tage ohne externe Energie funktionieren können.

Kürzlich präsentierten Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser die neue Großkaserne Villach. Die neue Kaserne wird über tausend Soldatinnen und Soldaten Platz auf insgesamt 88.000 Quadratmetern Geschossfläche bieten, 7.000 davon in denkmalgeschützten Sanierungsobjekten.
Geplant wird das Bauvorhaben vom Architekten Reinhold Wetschko. Er ging als Sieger eines wettbewerbsähnlichen Verhandlungsverfahren hervor, das 2021 über die Bühne ging. Er hat zuletzt für Infineon gebaut und plante auch das neue Umspannwerk Klagenfurt Nord.
Die Baukosten für die Kaserne werden mit 120 Millionen beziffert. „Eine fundierte Kostenschätzung kann natürlich erst nach erfolgter Planung erstellt werden“, teilt das Heer dazu mit.

Zeitgemäßer Neubau

Alle Neubauten werden barrierefrei sein und „höchste ökologische Anforderungen“ erfüllen, so die Verteidiger. So erreicht die neue Kaserne durch alternative Energiesysteme mit großflächigen Photovoltaikanlagen und Wärmerückgewinnungssystemen Niedrigstenergiestandard. Der Wasserverbrauch reduziert sich deutlich, indem Regenwasser als Brauchwasser dient. Industrieabwärme und Biomasse heizen CO2-neutral. Damit wird die zukünftige Kaserne für einen 14-tägigen autarken Betrieb ausgestattet sein.

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