Strabag 2020: Besser als erwartet

Der börsenotierte Baukonzern Strabag SE verzeichnete im Geschäftsjahr 2020 zwar einen Leistungsrückgang und niedrigeren Umsatz. Die EBIT-Marge stieg außergewöhnlich auf 4,3%.

Der Strabag SE-Konzern verbuchte im Geschäftsjahr 2020 insgesamt eine Bauleistung von  15,4 Milliarden Euro. Das sind 7 Prozent weniger als im Rekordjahr 2019. Der konsolidierte Konzernumsatz betrug € 14,7 Milliarden Euro – das entspricht einem Rückgang von 6%. Der Auftragsbestand per 31.12.2020 stieg gegenüber dem Vorjahr um 5% auf € 18,4 Mrd.

2020 übertraf das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit € 1.174,45 Mio. wieder die Marke von € 1,0 Mrd.; die EBITDA-Marge stieg von 7,1 % auf 8,0%. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen waren infolge der hohen Investitionen in den Vorjahren mit € 543,80 Mio. um € 33,08 Mio. höher.

EBIT-Marge gestiegen

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich um 5% auf € 630,65 Mio., was einer EBIT-Marge von 4,3% nach 3,8% im Jahr 2019 entspricht. Zurückzuführen sei dies auf ein Zusammentreffen vieler positiver Faktoren insbesondere im Verkehrswegebau in den Kernmärkten, die die Covid-19-bedingten Ergebnisbelastungen überwogen haben. In den Segmenten Nord + West sowie Süd + Ost konnten Ergebnisverbesserungen erzielt werden.

„Ein Ende der Pandemie ist zwar noch nicht zuverlässig prognostizierbar, aber wir können aus heutiger Sicht sagen, dass sich unsere Strategie und unser Geschäftsmodell bewährt haben. Für 2021 erwarten wir daher eine leichte Leistungssteigerung, wenngleich sich die EBIT-Marge, unsere wichtigste finanzielle Steuerungskennzahl, wieder normalisieren sollte, insbesondere in Hinblick auf die aktuell beobachtbaren Preissteigerungen bei Baumaterialien“, kommentiert Thomas Birtel, Vorstandsvorsitzender der Strabag SE die Bilanz.

Ausblick

Die Strabag geht davon aus, im Geschäftsjahr 2021 eine Leistung geringfügig über Vorjahresniveau zu erzielen. Diese Annahme ist durch den hohen Auftragsbestand gut unterlegt. Nach der außergewöhnlichen Ergebnissituation im abgelaufenen Geschäftsjahr sollte 2021 mit einer EBIT-Marge von unter 4,0% wieder eine Normalisierung eintreten.

 

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