Porr 2020: Weniger Leistung, Verlust und Auftragsboom

Die Porr AG erreichte 2020 eine Produktionsleistung von 5,2 Milliarden Euro, das sind fast 7% weniger als im Jahr davor. Einschränkungen durch die Pandemie und Neubewertungen von Projekten führten zu einem negativen Ergebnis vor Steuern von 51 Millionen Euro. Der Auftragsbestand EUR 7,1 Mrd. und ist mit einem Plus von 12,2% auf einem All-Time-High.

„Das vergangene Geschäftsjahr war für uns alle in jeder Hinsicht eine Herausforderung. Die Porr hat schnell und entschlossen reagiert,“ sagt Karl-Heinz Strauss, CEO des Konzerns. All das hat nicht gereicht, denn das Jahr 2020 ist ein Verlustjahr. Die Porr schloss mit einem negativen Ergebnis vor Steuern (EBT) von EUR 51,0 Millionen Euro, das neben den entstandenen Kosten aus Covid-19 auch eine Neubewertung von Projekten reflektiert, so eine Aussendung.

Der Konzern erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Produktionsleistung von 5,2 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 6,9 % entspricht. Zurückgeführt wird das auf die pandemiebedingten temporären Baustellenschließungen in Österreich sowie auf zahlreiche weitere einschränkende Maßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19. Neben Leistungsstörungen und Betriebsunterbrechungen kam es in allen Märkten auch zu Projektverschiebungen durch Reisebeschränkungen, lokale Lockdowns und Ausfälle von Subunternehmen. Richtig erfreulich ist 2020 der hohe Auftragsbestand, der trotz der Krise um 12,2 %, bereinigt auf 7,1 Milliarden Euro zu einem All-Time-High angewachsen ist.

Verbesserte Kapitalstruktur

Zum Stichtag 31. Dezember 2020 verbesserte die Porr ihre Bilanzstruktur deutlich. Die Bilanzsumme lag bei EUR 3,5 Mrd. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten deutlich um 10,0 % reduziert werden. Durch konsequentes Liquiditätsmanagement konnte der Bestand an liquiden Mitteln mit EUR 583 Mio. auf dem hohen Vorjahresniveau gehalten werden. Die Nettoverschuldung wurde zum Stichtag um 60,5 % auf EUR 137 Mio. durch Working-Capital-Management und Bilanzstrukturmaßnahmen signifikant gesenkt. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich – trotz des negativen Ergebnisses – um 2,1 Prozentpunkte auf 18,5 %. Nicht freuen dürfen sich die Aktionäre, die Dividende fällt aus.

Vorschau 2021

Insgesamt geht der Vorstand für 2021 von einer Produktionsleistung von, 5,3 bis 5,5 Milliarden Euro , sowie von einer positiven EBT-Marge von +1,3 % bis +1,5 % aus. Dieser Ausblick beruht auf der Annahme, dass die negativen Auswirkungen der Pandemie in der ersten Jahreshälfte 2021 großteils überwunden sind.

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