Millionen-Show für Energie-Experten  

Ein Team von österreichischen Energie-Experten hat die Chance, beim weltweiten Wettbewerb „Helsinki Energy Challenge“ eine Millionen Euro zu gewinnen.

252 Teams mit insgesamt 1.528 Experten aus 35 Ländern hatten bis zum 30.  September Vorschläge zur „Helsinki Energy Challenge“ eingereicht. Dabei handelt es sich um einen weltweiten Wettbewerb, den die finnische Hauptstadt ausgelobt hat. Gesucht werden Vorschläge für eine nachhaltige Heizungsumstellung für Helsinki und seine rund 650.000 Einwohnern. Erklärtes Ziel ist es Kohle und Biomasse zu ersetzen und ein skalierbares Modell zu entwerfen.

Österreicher im Finale

Die Namen der Finalisten werden geheim gehalten, lediglich ihre Entsender-Länder, alle europäisch, wurden bekanntgegeben: Finnland, Schweden, Dänemark, Großbritannien, Deutschland, Italien, die Niederlande, Polen, Ungarn, Österreich und Frankreich. Was bedeutet, dass in mindestens einem der Final-Teams zwei Nationen vertreten sind. Aus Österreich hätten zwölf Teams teilgenommen, so Laura Uuttu-Deschryvere, die Projektdirektorin im Gespräch mit Building Times. Recherchen in der österreichischen Szene bestätigen, dass Center for Energy des AIT an der Energy Challenge teilgenommen hat, „aber leider nicht ins Finale gekommen ist“, wie das AIT bestätigt. Anfragen an Solid, e7 und die AEE Intec blieben entweder unbeantwortet oder indifferent.

Laura Uuttu-Deschryvere nennt die finnische Gesetzeslage als Grund für die strikte Geheimhaltung „einerseits, weil wir (die Stadt, Anm.) eine öffentliche Körperschaft sind und es sich hier auch um einen öffentlichen Beschaffungsvorgang handelt, andererseits aber auch, damit die internationale Jury im Februar völlig unbeeinflusst entscheiden kann, ohne zu wissen, wer hinter den zehn endgültigen Lösungen steht“.

Corona-bedingt musste die im Dezember geplant gewesene dreitägige Klausur zur Finalisierung der Vorschläge bis 22. Jänner ins Internet verlagert werden, wodurch die Finalisten zwar um die bezahlte Finnland-Reise umgefallen sind, nicht aber um den Spesenzuschuss von 10.000 Euro. Ende Februar soll nun die Jury-Entscheidung fallen, das Ergebnis und den Gewinner des ersten Preises von einer Million Euro soll im März bekanntgegeben werden.

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