KPF meets Otto Wagner

Die Central European University (CEU) mit Sitz in New York hat die amerikanische Architekturfirma Kohn Pedersen Fox (KPF) mit der Adaptierung und dem Ausbau der von ihr zu besiedelnden Steinhofgründe beauftragt.

Derzeit ist die Adresse der Central European University (CEU) in der Quellenstraße im zehnten Wiener Gemeindebezirk nicht wirklich nobel. Mit der Beauftragung der internationalen Architekturfirma Kohn Pedersen Fox (KPF) zur Revitalisierung der zehn denkmalgeschützten Pavillons von Otto Wagner auf den Steinhofgründen ist aber der erste Schritt für die Übersiedelung auf architekturhistorischen Boden in Wien-Penzing getan. Im Jahr 2025 soll es so weit sein. „Die CEU hat bei der Gestaltung des neuen Campus nach einem innovativen Architektenteam gesucht, das die einzigartige architektonische Vision Otto Wagners erhalten, aber auch Antworten auf die Anforderungen einer Universität der Zukunft geben kann“, erklärte Michael Ignatieff, Rektor und Präsident der CEU bei der Bekanntgabe des Ergebnisses eines kleinen, geladenen Wettbewerbs.

Die CEU werde eng mit der Stadt Wien, die ihr ein Baurecht eingeräumt hat, dem Denkmalschutz und den angrenzenden Bezirken zusammenarbeiten, um die historische Besonderheit des Ortes und das kulturelle Erbe von Otto Wagner entsprechend zu würdigen. Das Gelände etwa soll auch während der Bauphase als Erholungsareal erhalten bleiben.

Wahrscheinlich wird KPF diesen Anspruch erfüllen können, spezielle baukulturelle Wien-Kompetenz kann man KPF aber nicht bescheinigen: Vielmehr steht die 650-Mann-Architekturfirma mit dem Hauptsitz in New York und Büros von London über Berlin bis Singapur und Abu Dhabi für gewaltige Büroprojekte und Riesentürme in den USA, Korea, Hongkong und China.

Allerdings steht KPF in Wien nicht alleine da, weil gleichzeitig auch die Wiener iC consulenten und das Atelier Architekt Palme beauftragt wurden. Nachfragen über die gebäudetechnische Neugestaltung der Otto Wagner-Pavillons blockt die CEU ab, dafür sei es viel zu früh. „Ja, wir haben den Auftrag als Generalplaner bekommen, zusammen mit Palme. Derzeit unterliegen wir noch einer Verschwiegenheits-Verpflichtung und können noch gar nichts sagen“, bestätigt iC-Geschäftsführer Klaus Reisinger gegenüber Building Times. Frühestens im Mai werde er mehr sagen können.

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