Kärnten ist Woodland

Kärnten liegt in der Nutzung von Biomasse für die Raumwärme klar im Spitzenfeld. Rund 200 Heizwerke, 150 Mikronetze und 72.000 Einzelfeuerungen sind in Betrieb.

Holz ist der wichtigste erneuerbare Energieträger Österreichs. Mehr als die Hälfte des Inlandsverbrauchs unter den Erneuerbaren ist auf die Bioenergie zurückzuführen. Und dabei sticht Kärnten besonders hervor. Im seenreichen Süden werden mittlerweile über 55% der Haushalte mit Holz beheizt. Von den insgesamt 250.000 Haushalten werden 72.000 Haushalte dezentral mit Stückholz, Hackschnitzel und Pellets mit Einzelanlagen versorgt.

200 Heizwerke, 150 Mikronetze

Rund 67.000 Haushalte beziehen ihre Wärme mittlerweile aus Biomasse-Nahwärmeanlagen. Derzeit werden in Kärnten rund 200 Biomasseheizwerke und mehr als 150 Mikronetze betrieben. Über 90% der Kärntner Nah- und Fernwärme werden mittlerweile durch erneuerbare Energieträger, vorwiegend Holz, bereitgestellt. „Fossilenergie“ spielt nur mehr eine Nebenrolle.

Holz als Wirtschaftsfaktor

Über 80% der Biomasse für die Wärmeversorgung werden durch die heimische Forst- und Holzwirtschaft bereitgestellt, der Rest stammt aus der Landwirtschaft und dem Abfallbereich. „Wenn man bedenkt, dass der Einsatz von Bioenergie ungefähr acht Mal so viele Arbeitsplätze wie ein vergleichbares fossiles Energiesystem schafft bzw. sichert, die heimische Wertschöpfung durch das Biomasse-System um den Faktor 7 höher und die Geldabflüsse ins Ausland 1/7 im Vergleich zu fossilen Energiesystemen betragen, wird einem die regionale Bedeutung der Bioenergie sehr rasch klar“, betont der Siegfreid Huber, Präsident der Kärntner Landwirtschaftskammer m Rahmen des 23. Biomassetages in Klagenfurt.

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