Fronius baut Wasserstoff-WG

Seit rund 20 Jahren forscht und entwickelt Fronius Wasserstofflösungen. Künftig werden die Wasserstoff-Kompetenzen am Standort Steinhaus (OÖ) gebündelt.

Für das Wasserstoff-Kompetenzzentrum wird eine Bestandsfläche adaptiert. Die Gesamtfläche für die rund 35 Mitarbeiter des Zentrums beträgt rund 3.400 m2 und besteht aus der Solhub-Fertigungsfläche, Forschungs- und Testlabor sowie Büroräumen. Die Energieversorgung erfolgt über eine 180 kWp PV-Anlage, Pellets-Heizung Wärmerückkopplung des Solhubs direkt ins Gebäude und einer Abwärme-Nutzung der Prozesskälte in den Laboren.

„24 Stunden Sonne ist möglich, weil wir erneuerbare Energie rund um die Uhr verfügbar machen“, stellt Martin Hackl, Global Director Sales & Marketing, Solar Energy, Fronius International, fest. Wasserstoff ist flexibel einsetzbar und lässt sich sehr gut speichern. Er kann als Treibstoff im Verkehr oder als Energielieferant zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden. Allerdings ist dies nur dann nachhaltig, wenn mit Sonnen- oder Windkraft erzeugter, sogenannter grüner Wasserstoff eingesetzt wird.

Forschungs- und Entwicklungsstandort

„Mit dem Kompetenzzentrum in Steinhaus schaffen wir die idealen Voraussetzungen, um unsere Ressourcen zum Thema Wasserstoff zu bündeln und die Forschung, Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb für H2-Systeme voranzutreiben“, sagt Walter Stockinger, Global Director Research & Development, Solar Energy, Fronius International. „Ebenso werden Trainings und Kundenpräsentationen unter diesem Dach vereint.“

Bei Fronius geht man davon aus, dass Wasserstoff vor allem bei der Dekarbonisierung der Mobilität eine zentrale Rolle einnehmen wird. Besonders dann, wenn es um große Reichweiten, schwere Lasten und kurze Betankungszeiten geht. Der emissionsfreie, geräuscharme und kraftvolle Wasserstoffantrieb habe hohes Potential beim Ersatz herkömmlicher Verbrennungsmotoren in unterschiedlichen Fahrzeugtypen wie Bussen, LKW, Spezialfahrzeugen oder Flurförderzeugen. Dafür hat Fronius bereits eine auf Kundenbedürfnisse skalierbare Lösung, den Fronius Solhub, entwickelt. Selbstverständlich wird auch in Steinhaus ein Solhub zur Wasserstoffbetankung inklusive Rückverstromungs- und Speicherungsanlage errichtet und der bestehende Fuhrpark an Wasserstofffahrzeugen ausgeweitet.

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