Energetisch optimiert

Martin Steinhart, Geschäftsführer Zortea Gebäudetechnik GmbH über die Zortström-Lösung im Bregenzer Landeskrankenhaus.

Bedingt durch den stetig zunehmenden thermischen Bedarf in der Gebäudeversorgung suchen Objektplaner und -betreiber nach effektiven Stellschrauben für eine langfristig signifikante Senkung des Energieverbrauchs. Effizienzpotentiale werden dabei überwiegend auf der Erzeugerseite verfolgt. Effektiv lassen sich diese jedoch nur dann nutzen, wenn effizient produzierte Wärme- und Kältekapazitäten verlustfrei und bedarfsoptimiert dort ankommen, wo sie benötigt werden. Mehr als 5.100 erfolgreiche Projekte des Gebäudetechnik-Unternehmens Zortea aus Hohenems zeigen, wie eine intelligente Sammel-, Speicher- und Verteillösung einen hoch energieintensiven Gebäudebetrieb ökonomisch und ökologisch entlasten kann und eine dauerhalft sichere Energieversorgung gewährleistet.

Auch das Landeskrankenhaus Bregenz stand nach der Übernahme durch das Land Vorarlberg vor der Herausforderung einer energetischen Komplettsanierung, um dem Qualitätsanspruch eines modernen Zentralkrankenhauses auch zukünftig entsprechen zu können. Den Planungsauftrag für das Sanierungsprojekt erhielt das Büro Linher aus Frastanz. Die Planer entwarfen hierfür ein energietechnisches Modernisierungskonzept, das die maximale Betriebssicherheit ebenso unterstützen sollte, wie einen wirtschaftlich effizienten Anlagenbetrieb bei möglichst niedrigen Investitionskosten. Eine weitere zentrale Anforderung bestand in einer platzsparenden Bauweise sowie in einer unkomplizierten Installation. Um eine verbrauchs- und laufzeitoptimierte Energieproduktion der Wärme- und Kälteerzeuger gewährleisten zu können und dabei einen jederzeit stabilen und thermisch präzisen Netzbetrieb zu sichern, setzte das Planungsbüro auf die Einbindung der Zortström-Technologie von Zortea. Für das Bregenzer Krankenhaus wurden zwei Zortström-Sammel-, Speicher- und Verteilzentren entworfen, welche die Energieflüsse von insgesamt vier Gasbrennwertkesseln mit je 1.000 kW und einer Kältemaschine mit 1.200 kW thermischer Leistung regeln und koordinieren. Das angewandte Verfahren beruht auf der hydraulischen Entkopplung von unterschiedlichen Volumenströmen und der Vorhaltung von Wärmeenergie, die in beliebig vielen Temperaturstufen exakt voneinander getrennt wird. Auf diese Weise ist es möglich, thermische Kapazitäten verschiedener konventioneller und regenerativer Kälte- und Wärmequellen ohne eine gegenseitige Beeinflussung zusammenzuführen, zu speichern und bedarfspräzisiert der Erzeuger- und Verbraucherseite zuzuführen.

Damit lassen sich etwa die Rückläufe aus einem Hochtemperatur-Heizkreis effizient als Vorlauf für eine niedrigere  Temperaturbereitstellung nutzen und Niedertemperaturen beispielsweise aus Wärmerückgewinnungsprozessen der Kälteerzeugung weiterverwenden. Ein optional integrierter Puffer – der sogenannte Gleitschichtraum – sichert darüber hinaus die Spitzenlastdeckung und unterstützt die Laufzeitoptimierung der Erzeuger. Die so erschlossenen Effizienzpotenziale sprechen für die hohe Effektivität der Zortström-Lösung: Sie ermöglicht einerseits eine absolut präzise Leistungsregelung der Gasbrennwertkessel bei der Wärmeerzeugung und verbessert gleichzeitig den Wirkungsgrad (COP) der Kältemaschine. Zusätzlich kann durch die hydraulische Entkopplung der Volumenströme auch der Betrieb der schwankungssensiblen Hocheffizienzpumpen entlastet werden; diese laufen heute durchgängig stabil und nur mit minimaler Stromaufnahme, auch bei häufigen und hohen Lastwechseln. Profiteure der patentierten und bereits tausendfach eingesetzten Technologie aus Hohenems finden sich auf allen Seiten: Betreiber, Patient und Umwelt.

Keine Kommentare

Kommentar schreiben