Digitales Bauen im Fokus

In der Seestadt wurde wieder einmal die heimische Digitalisierungsrakete gezündet. Mit einem Innovationskongress von Digital Findet Stadt und der Eröffnung des Digital Building Demonstration Labs.

Der 9. September gab allen Digitalisierungsinteressierten aus der Baubranche einen Anlass, sich intensiv mit Gegenwart und Zukunft der technischen Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Steffen Robbi, CEO von Digital Findet Stadt (DFS) – die Innovationsplattform für Digitalisierung am Bau – lud zuerst zur Eröffnung des neu eingerichteten Digital Building Demonstration Lab (DBD Lab) der Wien 3420 aspern Development und danach zum ersten Innovationskongress von Digital Findet Stadt ins
Technologiezentrum Seestadt. Im Rahmen ihres ersten Innovationskongresses präsentierte Digital Findet Stadt die „Best Practice Academy 2021″.

Internationale Exzellenzprojekte wurden österreichischen Lösungen gegenübergestellt und das enorme Kostensenkungspotential der drei dynamischsten Treiber BIM, automatisiertes Bauen und vernetzte Gebäude, herausgearbeitet. Wie der gesamte Gebäudesektor in Zukunft mit Digitalisierung ressourceneffizienter gestaltet werden kann, zeigte eine Vielzahl von Experten auf. Das Spektrum der konkreten Beispiele reichte von wegweisenden openBIM-Projekten über gedruckte, mehrstöckige Wohnbauten bis zu smartem Gebäudebetrieb.

Ein Jahr DFS: Die Bilanz

Bei der Eröffnung des Digital Building Demonstration Lab wurde nach einem Jahr DFS eine erste Bilanz gezogen und den Fortschritt der gemeinsamen Standards sowie die Qualität „digitaler“ Projekte in Österreich beleuchtet. Anna-Vera Deinhammer, Mitglied der Wiener Stadtbaudirektion, betonte: „Die Digitalisierung spielt eine zentrale bau- und landespolitische Rolle für die Kreislaufwirtschaft und für nachhaltiges Handeln im Bauwesen.“ Eva Czernohorszky von der Wirtschaftsagentur Wien stellte dem
die marktwirtschaftliche Bedeutung gegenüber: „Die Digitalisierung wird – trotz Vorbehalten aufgrund von Kosten und Aufwand – unaufhaltsam zum starken Wirtschaftstreiber.“

Digitalisierung als Rückgrat der Baubranche

Vor dem Hintergrund der Fragen: „Was bringt die Digitalisierung? Was sind konkrete Lösungen sowie konkrete Produkte?“ gaben die weiteren Podiumsgäste von Martin Lang (Siemens), Klaus Haidinger (Siemens Advanta), Wolfgang Kradischnig (DELTA), Karl Friedl (M.O.O.CON) und Philipp Tomaselli (Tomaselli Gabriel Bau & Concrete 3D) Einblick in laufende Projekte und zeigten aktuelle Anwendungsfälle, die in Zusammenarbeit mit Digital Findet Stadt entstehen.

Steffen Robbi (Digital Findet Stadt) unterstreicht: „Durch die Kreislaufwirtschaft werden zukünftig neue Geschäftsmodelle Einzug in die Baubranche finden. Die Digitalisierung bildet darin das Rückgrat und bringt eine Vielzahl von Chancen – auf Steigerung der Produktivität und der Nachhaltigkeit am Bau. Unser Ziel ist es, diese Entwicklungen mit großer Dynamik voranzutreiben und Österreich auch international mit seinen Best Practices sichtbar zu machen.“

Über Digital Findet Stadt
Digital Findet Stadt ist Österreichs größte Plattform für digitale Innovationen in der Bau- und Immobilienwirtschaft und bietet ein vielfältiges Innovationsangebot. Mit einem Netzwerk aus über 300 Unternehmen, Interessenvertretungen und Forschungsinstituten verhilft die Plattform Innovationsvorhaben zur Marktreife und stärkt die Innovationskraft
österreichischer KMU.

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