Biomasse-Kraftwerksbauer Polytechnik ist insolvent

Der Firma Polytechnik Polytechnik Luft- und Feuerungstechnik GmbH mit Sitz in Weissenbach an der Triesting (NÖ) ist insolvent. Die Passiva betragen fast 70 Millionen Euro. 640 Gläubiger und rund hundert Beschäftigte sind von der Pleite betroffen.

Das traditionelle Familienunternehmen Polytechnik, ein Spezialist für Biomasse-Energie-Anlagen hat laut AKV heute einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht Wiener Neustadt gestellt. Durch diesen Schritt soll in Abstimmungen mit den Gläubigern der Fortbestand des Unternehmen gesichert werden.

Als Ursachen für die Insolvenz werden die Folgen von Covid genannt. Polytechnik erzielt über 95% des Umsatzes im Ausland. Durch die Coronakrise sei es bei der Abarbeitung und Abrechnung der Aufträge zu massiven Verzögerungen und Mehrkosten gekommen. Darüber hinaus waren Preiserhöhungen und Lieferverzögerungen im Bereich Logistik, Transport und Beschaffung zu verzeichnen.

Für das Jahr 2021 ergaben sich aus oben genannten Gründen ein massiver Umsatzausfall und erhebliche Mehrkosten, weshalb dem Unternehmen nunmehr die Zahlungsunfähigkeit droht, so der AKV. Polytechnik konnte im Jahr 2020 noch einen Umsatz von 38 Millionen Euro erzielen. Der derzeitig sehr gute Auftragsstand des Unternehmens beträgt rund 62 Millionen Euro. Am Standort Weissenbach werden rund 100 Mitarbeiter beschäftigt. Die Passiva des Unternehmens betragen 69,6 Millionen Euro. Um die jetzige Krise zu überwinden ist laut Gläubigerschützern auch die Hereinnahme eine strategischen Investoras geplant.

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