Baumit 2020: Ein Wachstumsjahr

Baumit Österreich erzielte 2020 einen Umsatz von 262 Millionen Euro – das ist trotz Corona mehr als 2019. Mit recyclingfreundlichen Neuheiten will man weiterhin Wachstum generieren.

Der Bau sei im Vorjahr mit einem blauen Auge davongekommen, meint der Geschäftsführer von Baumit Georg Bursik. Das stimmt fast, denn manche Player haben Corona maximal als Rempler an der Schulter wahrgenommen. Dazu gehört auch Baumit, denn der Baustoffriese legte beim Umsatz um rund 2 Millionen auf 262 Millionen Euro zu. „Das hat keiner erwartet“, gibt Bursik offen zu. Er ist inzwischen aber auch für heuer zuversichtlich. Nicht ganz glücklich ist Bursik mit der gerade eben erst präsentierten Fördergeld-Lösung des Umweltministeriums. Die Verteilung der Mittel (650 Mio. für 2 Jahre) gehe zu sehr in Richtung Heizkessel, meint er. Logisch wäre es, zuerst die Dämmung zu machen, um den Energieverbrauch zu senken und danach den Kesseltausch zu forcieren, betont Bursik.

Damit Baumit mit seinen rund 700 Mitarbeitern weiterhin erfolgreich bleibt, hat das Unternehmen wieder einige Neuheiten im Köcher. Darunter ist auch ein sogenannter Recyclingbeton, bei dem die Körnung zu hundert Prozent aus Recyclingmaterial besteht. Davon sollen heuer 2.000 Tonnen abgesetzt werden.

Weiters hat Baumit mit MinAir einen Schaumbeton entwickelt, der zu 80 Prozent aus Luftporen und zu 20 Prozent aus mineralischen Anteilen besteht. Das Produkt sei etwa für Dachbodenausbauten geeignet, wo statisch der Einsatz von herkömmlichem Beton nicht möglich sei. Der Beton ist nach 24 Stunden begehbar und wurde auf einer Versuchsbaustelle trocken 40 Meter hochgepumpt. Der 100 % mineralische Schaumbeton soll das Marktsegment der Ausgleichsschüttungen in mehrfacher Hinsicht revolutionieren. Aufgrund seiner rein mineralischen Rezeptur ist er nicht brennbar (Brandbeständigkeitsklasse A1), aufgrund des 80 %igen Luftporenanteils hoch wärmedämmend. Zusätzlich ist er extrem schnell ohne Kraftaufwand im Stehen zu verarbeiten und beim „Schwabbeln“ selbstnivellierend. Und das bringt eine große Zeitersparnis von bis zu acht Tagen gegenüber den sonst üblichen Herstellungszeiten. Die Flächen sind nach 24 Stunden begehbar und die Reinheit des Baustoffs vereinfacht Recycling.

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