Antriebsstark trotz Covid

2020 ist für Belimo, den Umständen entsprechend, sehr gut gelaufen und auch 2021 hat dynamisch begonnen. Der Boom bei Biomasseheizungen gibt Belimo hierzulande guten Rückenwind, so der Österreich-Geschäftsführer Dietmar Niederhametner im Gespräch mit Building Times.

Das Jahr 2020 ist für die global agierende Belimo-Gruppe trotz Corona versöhnlich zu Ende gegangen. Bereits im Jahr 2019 lieferte Belimo 7,2 Millionen Antriebe aus, die in der Heizungs- Lüftungs- und Klimatechnik zum Einsatz kamen. Zu Beginn des Vorjahres produzierte Belimo den 100-millionsten Antrieb und erreichte damit einen Meilenstein in der Firmengeschichte. Heute sind hunderttausende Gebäude weltweit mit Belimo-Antrieben ausgestattet.

Covid hat den Geschäftsverlauf nicht wirklich gebremst. „Wir hatten während der Pandemie keine Lieferprobleme“, weiß Dietmar Niederhametner, Geschäftsführer von Belimo Österreich GmbH zu berichten. Er und sein Team betreuen auch einige Nachbarländer, wie Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien und Nord Mazedonien. In manchen dieser Länder sei die Pandemie stärker spürbar als im Inland. Das liegt zum Teil auch an den unterschiedlichen, wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten. In den Balkanländern überwiegt das Projektgeschäft. Nicht zuletzt wegen der Forcierung innovativer Lösungen und dem Ausbau des Sensorgeschäftes erzielt Belimo hierzulande gute Ergebnisse. Die Biomasse-Branche erlebt in diesen Zeiten einen dicken Boom und somit profitiert auch Belimo gut davon. „Im Vorjahr wurden unsere Erwartungen erfüllt, auch das laufende Jahr hat gut begonnen“, so der gebürtige Oberösterreicher, der, wie viele seine Mitarbeiter, derzeit viel vom Homeoffice aus agiert. Nahezu alle namhaften Kesselhersteller setzen auf die Motoren von Belimo. „Technik, Qualität, Lieferperformance und hervorragender Kundensupport überzeugen unsere Kunden“, erklärt Niederhametner. Belimo investiert jährlich rund 7 bis 8 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung.

Web, Webinare, gesunde Raumluft als neue Größen

Um die Kommunikation zu Kunden aufrechtzuerhalten und zu optimieren, wurde die Website neu gestaltet, zudem bereitet Belimo neue Webinare vor. „Diese Instrumente werden den klassischen technischen Außendienst nicht ersetzen, aber ergänzen. Zeit ist für unsere Kunden eine entscheidende Größe, weshalb wir künftig auch Webinare für größere Einzelkunden anbieten werden“, so der Firmenchef. Auch in Sachen BIM und anderen IT-Innovationen ist Belimo am Puls der Zeit. „Mit BIM-Daten haben wir 2015 begonnen, wir bieten auch Cloud-Services für IoT-Anwendungen an, auch wenn deren Nutzung derzeit noch nicht so weit verbreitet ist“, erklärt der Manager.

Zu den klar erkennbaren Auswirkungen der Pandemie zählt jedenfalls, dass die Bedeutung und Aufmerksamkeit für die Raumluft gestiegen sind. Vereinzelt werde bei aktuellen Projekten intensiv darüber nachgedacht, wie die Lüftung für aktuelle und künftige Nutzungen optimal ausgelegt und gestaltet werden kann, so Niederhametner. Sein Wunsch an die Politik ist, dass sich Österreich ein Beispiel an der Schweiz nimmt. „Dort ist das Recht auf gesunde Raumluft gesetzlich verankert“.

STABILE GRUPPE

Belimo ist ein weltweit führender Anbieter für innovative elektrische Antriebs-, Ventil- und Sensorlösungen in der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie haben die Belimo-Gruppe nur gering getroffen. Trotz Rückgängen in manchen Ländern konnte der Umsatz in Lokalwährungen stabil gehalten werden. In Schweizer Franken sank der Nettoumsatz um 4,5 Prozent auf 661.2 Millionen Schweizer Franken. Gut weggekommen ist Belimo in der Marktregion Europa, hier betrug das Umsatzwachstum in Lokalwährungen +1.8 Prozent. Die Gruppe wurde 1975 gegründet und beschäftigt rund 1.900 Mitarbeitende.

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