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Als handwerklicher Komplettanbieter ist Kamper Handwerk + Bau derzeit im Parlament zugange. Mit feinsten Referenzen wird derzeit ein Großprojekt am Ground Zero in New York verhandelt.

Wenn man „Projektmanagement“ als Bündelung von Gewerken verstehen will, dann kann die südsteirische Kamper Handwerk + Bau GmbH in Tillmitsch mit neun Gewerken dienen. Und kann damit, wie Geschäftsführer Martin Kamper gegenüber Building Times erklärt, „alles aus einer Hand anbieten“. Denn zum Projektmanagement kommen Maurer, Trockenbauer, Maler/Tapezierer, Fliesenleger, Bodenleger, Metallbauer und Tischler sowie die TGA, die in Elektro-, Versorgungsund Umwelttechnik gegliedert ist.

Heuer werde es 65 Millionen Euro Umsatz geben, gleichviel wie im Vorjahr, in dem es einige pandemiebedingte Projektverschiebungen gegeben habe, für 2022 stehen schon 70 Millionen Euro im Plan – und 2030 will der 1964 gegründete Betrieb bereits 100 Millionen Euro Umsatz erreichen. Der Stand der MitarbeiterInnen sei mit gut 120 stabil, sagt Kamper, der auch Büros in Wien und Frankfurt/Main unterhält.

Türen und Möbel für das Parlament

Am bekanntesten von den österreichischen Projekten sind derzeit Kampers Arbeiten im und für das Parlament: Das sind einerseits die Sanierung und Ertüchtigung von 370 historischen Türen und andererseits die Möbeltischler-Arbeiten für die Konferenztische, modularen Tische und die Möbel für den Nationalratsund den Bundesrats-Sitzungssaal.

Die historischen Türen wurden in der Mitte aufgetrennt, mit einem Brandschutzkern modifiziert, wieder zusammengebaut und schließlich, jedenfalls 80 Prozent davon, mit komplexen Bodenmotor-Antrieben versehen, die in den Steinboden eingelassen werden müssen. Eine hierzulande nicht bekannte Großbaustelle läuft in Ostdeutschland. Was in der Hotelbranche zur Spitze zählt, findet sich ziemlich geschlossen in Kampers Referenzliste, woraus sich auch der Exportanteil von 80 Prozent erklärt. Mit einem der „bislang aufsehenerregendsten Projekte der Firmengeschichte“ dürfte sich Martin Kamper jedoch ein Steirertor geschossen haben: Hatte er in der Kleinen Zeitung kürzlich noch von der „Generalunternehmerschaft für die Sanierung eines Luxushotels mit mehreren hundert Zimmern“ am Ground Zero in New York mit einem Auftragsvolumen in Millionenhöhe gesprochen, wollte er wenige Tage danach gegenüber Building Times am liebsten gar nicht mehr darüber reden und keine Publikation darüber lesen.

Der Bericht in der „Kleinen“ wurde übrigens von der kreditierenden Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG organisiert. „Das Projekt wurde von der Steiermark aus initiiert, wir sind in Verhandlungen und ich habe mir wegen der Publikation viel Kritik anhören müssen, weil wir Vertraulichkeit vereinbart haben“. Das hätte ihm vielleicht vorher einfallen sollen.

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